Was verbirgt sich hinter dem Begriff ‚Islamkritik‘? Liegen dahinter Vorurteile und Ressentiments gegenüber den „Anderen“ oder berechtigte Kritik an muslimischen Praktiken? Was sagen internationale und deutsche empirische Studien zur Ablehnung und Abwertung von Muslimen einerseits und antimuslimischer Diskriminierung andererseits? Welche Selbstwahrnehmungen der „westlichen Wertegemeinschaft“ offenbart die Diskussion um MuslimInnen in Europa?
Diskutiert werden Texte und Argumentationsmuster von in den Medien häufig zitierten KritikerInnen zum Gewalts-, Patriarchats-, und ‚Islamisierungs‘vorwurf. Darüber hinaus sollen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Islam- und Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus analysiert werden.
Abschließend liegt das Augenmerk auf Projekten, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Initiativen, die sich dem Thema Islamfeindlichkeit konstruktiv stellen.
>> Programm
1. Tag Anreise bis 18.00 Uhr
KritikerInnen und der Gewalts-, Patriarchats-, und Islamisierungsvorwurf Wiederkehrende Argumentationsmuster in der politischen Diskussion
2. Tag
Begriffsklärung: Islamophobie, Islamfeindlichkeit oder anti-muslimischer Rassismus? Analyse empirischer Studien und ihrer Begriffsverwendungen, Gruppenarbeit
Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Islamfeindlichkeit und Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus Theoriedebatten in Deutschland
3. Tag
Zivilgesellschaftliches Engagement gegen Islamfeindlichkeit und antimuslimischen Rassismus
Das Seminar endet um 15.00 Uhr.
>> Die Referentin
Nahed Samour ist Juristin und Islamwissenschaftlerin sowie Referentin beim v.f.h.
>> Interessante Links und / oder Literaturhinweise zum Thema
Schneiders, Thorsten (Hrsg.): Islamfeindlichkeit. Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen, 2009. Benz, Wolfgang (Hrsg.): Islamfeindschaft und ihr Kontext, 2009. Attia, Iman: Die "westliche Kultur" und ihr Anderes. Zur Dekonstruktion von Orientalismus und antimuslimischem Rassismus, 2009.
>> Die WochenendAkademie Politik richtet sich an interessierte und engagierte junge Erwachsene ab 18 Jahren. Die Teilnahme am gesamten Programm sowie die Übernachtung in der Tagungsstätte sind verbindlich.
Was verbirgt sich hinter dem Begriff 'Islamkritik'? Liegen dahinter Vorurteile und Ressentiments gegenüber den „Anderen“ oder berechtigte Kritik an muslimischen Praktiken? Was sagen empirische Studien zur Ablehnung bzw. Abwertung von Muslimen und antimuslimischer Diskriminierung? Diskutiert werden Texte und Argumentationsmuster von in den Medien häufig zitierten Kritiker/innen zum Gewalts-, Patriachats-, und ‚Islamisierungs‘vorwurf. Wir analysieren die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Islam- und Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus. Abschließend liegt das Augenmerk auf Projekten, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Initiativen, die sich konstruktiv dem Thema Islamfeindlichkeit stellen.