Ein Marshall-Plan mit Afrika

Entwicklungszusammenarbeit auf dem Prüfstand

Datum:
24.11.2017 - 26.11.2017
Ort:
Bonn
Seminarnummer:
WA 1717
Teilnahmebeitrag:
55,00 Euro
Anmeldung:
Anmeldeformular

Beschreibung

dreamstime s 89855608 cmyk300Seit der sogenannten Flüchtlingskrise steht Afrika weit oben auf der außenpolitischen Agenda: Entwicklungsminister Gerd Müller hat 2017 zum ‚Afrikajahr‘ ausgerufen und will dem Kontinent mit einem ‚Marshallplan‘ ökonomisch auf die Beine helfen. Anlass für uns, genauer hinzuschauen:  Was steht hinter dem neuen Interesse an den afrikanischen Nachbarn? Welches Verständnis von Partnerschaft liegt Initiativen wie dem G20-Compact mit Afrika, dem „Marshall-Plan mit Afrika“ des BMZs und dem Pro!Afrika-Programm des Wirtschaftsministeriums zugrunde? Und inwiefern unterscheiden sich diese neuen Ansätze von der traditionellen „Entwicklungshilfe“?

Indem wir postkoloniale Hintergründe und afrikanische Standpunkte kennenlernen, wollen wir den neuen Formen und Konzepten der Entwicklungszusammenarbeit auf den Zahn fühlen und Alternativen erwägen. Dabei fragen wir uns einerseits, ob und inwiefern der Marshall-Plan mit Afrika geeignet ist, um die Situation in Empfängerländern nachhaltig zu verbessern. Andererseits – was hat das eigentlich mit uns in Deutschland zu tun? Manifestiert sich in den neuen Afrika-Initiativen am Ende das, was unter dem Titel „Fluchtursachen bekämpfen“ seit geraumer Zeit gefordert wird?


>> Programm

1. Tag


Anreise bis 18.00 Uhr

Einführung in die Entwicklungszusammenarbeit
Formen, Ursprünge und Kritik


2. Tag

Neue Initiativen mit Afrika
Worum geht ist? Was ist neu?

Der Marshallplan unter der Lupe I
Kritik und afrikanische Perspektiven


3. Tag

Der Marshallplan unter der Lupe II
Schwerpunkt Migration

Das Seminar endet um 15.00 Uhr.



>> Das Seminarteam

Simon Happersberger
studiert den M.A. Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin mit einem regionalen Fokus auf Subsahara-Afrika. Er hat bei der Friedrich-Ebert-Stiftung in Madagaskar und der Deutschen Botschaft in Kenia praktische Erfahrung gesammelt und ist aktuell studentischer Mitarbeiter für Subsahara-Afrika bei der Stiftung Wissenschaft und Politik.

Lisa Stroetmann hat im Bachelor Kultur- und Sozialanthropologie und Politikwissenschaften studiert und sich dabei aus interdisziplinären Perspektiven mit dem Thema „Entwicklung“ auseinandergesetzt. Anschließend arbeitete sie ein Jahr als Projektassistentin in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit. Im Herbst wird sie ein Masterstudium in Politikwissenschaft beginnen.

Martha Bienert studiert den M.A. Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Sie war bei den Landeszentralen für politische Bildung Thüringen und Baden-Württemberg tätig und war 2 Jahre Fellow der Bildungsinitiative Teach First Deutschland. Zurzeit arbeitet sie freiberuflich für die Stiftung Europäische Jugendbildungs-und Jugendbildungsstätte Weimar als Bildungsreferentin..



>>
Die WochenendAkademie Politik
richtet sich an interessierte und engagierte junge Erwachsene ab 18 Jahren. Die Teilnahme am gesamten Programm sowie die Übernachtung in der Tagungsstätte sind verbindlich. Im Teilnahmebeitrag sind Übernachtung und Verpflegung (VP) enthalten. Der Teilnahmebeitrag ist auf dem Seminar bar zu entrichten. Die Reisekosten sind selbst zu tragen.

Tagungsstätte

Karte
Tagungsstätte
Haus Venusberg   -   Website
Straße:
Haager Weg 28-30
PLZ:
53127
Stadt:
Bonn
Land:
Land: de