Die Krisen der letzten Jahre haben gezeigt, dass Sicherheit keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Mit dem im Mai beschlossenen Pakt für Bevölkerungsschutz soll der größte Modernisierungsschub für den Bevölkerungsschutz und die Zivile Verteidigung seit Jahrzehnten erzielt werden. Viel Geld wird bereitgestellt, doch werden abseits der Bundeswehr andere essenzielle Aspekte der gesamtstaatlichen Resilienz oft von der Öffentlichkeit übersehen. Daher stellen wir uns die Frage: Wie steht es in Deutschland um den Katastrophen- und Zivilschutz?
Ausgehend von diesen aktuellen Entwicklungen erarbeiten wir gemeinsam, warum moderner Bevölkerungsschutz längst nicht nur reaktive Gefahrenabwehr ist. Im internationalen Vergleich wird dabei deutlich: Viele Staaten, insbesondere die skandinavischen Länder, denken die zivile und militärische Sicherheit längst als integriertes Gesamtkonzept der „Totalen Verteidigung“. Daher gehen wir der Frage nach, was Deutschland von diesen internationalen Vorreitern lernen kann.
Die Stadt Bonn nimmt hierbei eine Schlüsselrolle ein. Mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, der Leitung des Technischen Hilfswerks sowie dem Büro der Vereinten Nationen für Katastrophenvorsorge bündelt die Stadt sowohl Expertise als auch Kompetenzen. Bonn bietet somit den optimalen Rahmen, um die drängenden Sicherheitsfragen unserer Zeit direkt mit Expert:innen vor Ort zu diskutieren.
Anmeldeschluss ist der 30.09.2026.
Seminarteam
Tobias Wirtz arbeitet als Senior Consultant für Informationssicherheit und Verwaltungsmodernisierung im öffentlichen Sektor. Als ehrenamtlicher Helfer beim Technischen Hilfswerk trägt er darüber hinaus auch praktisch zum Bevölkerungsschutz und zur gesamtstaatlichen Resilienz bei. Durch sein Studium der Philosophie und Politikwissenschaft interessieren ihn die theoretischen Fragen, die hinter der konkreten Ausgestaltung stehen. Als Lehrbeauftragter für Internationale Beziehungen an der TU Dortmund und seit 2025 als Seminarleitung beim v.f.h. freut er sich auf neue Erkenntnisse und spannende Diskussionen.
Janina Buchholz ist Politikwissenschaftlerin. Nach ihrem Studium in Frankfurt a.M. absolviert sie derzeit ihr Masterstudium in Stockholm, Schweden. Durch die räumliche und akademische Nähe zu Skandinavien gilt ihr Interesse den dortigen politischen Ansätzen und gesellschaftlichen Denkweisen. Zusätzlich arbeitet sie zur Analyse von globalen Macht- und Sicherheitspolitischen Strukturen im asiatischen Raum. Erste Berührungspunkte mit dem v.f.h. sammelte sie als Teilnehmerin bei Brüssel-Seminaren. Inspiriert von der politischen Bildungsarbeit möchte sie die Bildungsarbeit nun aktiv mitgestalten und engagiert sich beim v.f.h. als Seminarleitung.
Organisatorische Hinweise
Die WochenendAkademie Politik richtet sich an Studierende und junge Berufstätige ab 18 Jahren. Die Teilnahme am gesamten Programm sowie die Übernachtung in der Tagungsstätte sind verbindlich. In der Seminargebühr sind Übernachtung und Verpflegung (HP) enthalten. Die Reisekosten sind selbst zu tragen und zu organisieren. Bitte beachtet, dass bei den vor-Ort-Seminaren nur die Halbpension im Teilnahmebeitrag enthalten ist, da wir Termine in der Stadt wahrnehmen. Plant daher bitte Geld für etwaige weitere Mahlzeiten und die ÖPNV Kosten vor Ort ein.